Alarm für Schnell-Einsatz-Gruppe Ottobrunn um 4.17 Uhr
Ottobrunn - Um 4.17 Uhr war am 30. März für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Johanniter schlagartig die Nacht zu Ende. Die Helfer der Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) des Ortsverbands Ottobrunn wurden zu einem Wohnungsbrand in der Kafkastraße in München-Neuperlach nachgefordert. An der Einsatzstelle kümmerten sich die zehn Johanniter um die Voruntersuchung von Verletzten und Betroffenen und unterstützen die Betreuung der Bewohner, die das Haus während der Löscharbeit verlassen mussten. Die Behandlungszelte des mitgeführten Gerätewagens wurden nicht benötigt.
Zusätzlich zur Schnell-Einsatz-Gruppe waren von Seiten der Johanniter-Unfall-Hilfe zwei Rettungswagen, sowie ein Mitglied der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung im Einsatz. Acht Personen erlitten bei dem Vorfall eine leichte Rauchvergiftung, zwei von ihnen kamen vorsorglich mit dem Rettungswagen in eine Münchner Klinik.
Hintergrundinformation zu Schnell-Einsatz-Gruppen
Die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) der Johanniter werden bei einem Großschadensereignis mit vielen Betroffenen zusätzlich zum regulären Rettungsdienst alarmiert. Sie sind innerhalb von 30 Minuten nach dem Alarm einsatzbereit - ihre Aufgaben sind vielfältig: Die Johanniter versorgen und transportieren Verletzte, sie richten in Zusammenarbeit mit ärztlichem Personal Sichtungsstellen von Verletzten und Behandlungsplätze ein, sie unterstützen den Rettungsdienst mit Logistik, Material und Technik. Sie evakuieren, suchen Personen und verstärken den regulären Rettungsdienst bei langwierigen Einsätzen, die Rettungsmittel sonst langfristig blockieren.