"Mit der Aussetzung der Wehrpflicht hat die Politik bereits einschneidend auf die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen reagiert", so Hahn. Der Verteidigungsexperte machte deutlich, dass die Neuausrichtung der Bundeswehr von wesentlichen Prinzipien getragen werde: sicherheitspolitisch notwendig, multinational eingebettet sowie nachhaltig finanzierbar.
In der anschließen Diskussionsrunde zeigte sich, dass sich die Studierenden intensiv mit der beruflichen Perspektive nach der Studienzeit beschäftigten. Wo und wie werde ich eingesetzt, war eine vielfach geäußerte Frage. Aber auch Fragen zu Rüstungsprojekten, die durch die Reform nun reduziert werden, standen im Focus des Interesses. "Alle großen Rüstungsprojekte sind von Kürzungen betroffen", informierte Hahn. Mit der Truppenstärke sei nun eine wichtige Orientierungsgröße festgelegt worden. Sie beträgt künftig 170.000 Berufs- und Zeitsoldaten zuzüglich bis zu 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende.
Die Universitäten der Bundeswehr in München und Hamburg spielen laut Hahn für die Attraktivität der Bundeswehr und für den Offiziersberuf eine wichtige Rolle und seien in ihrem Bestand nicht gefährdet. "Für den Herbst erwarte ich dann konkrete Entscheidungen aus dem Verteidigungsministerium", so der Verteidigungspolitiker.