Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Eine besorgte 51-jährige Frau aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn meldete am
10.08.2008, gegen 11.00 Uhr, den Absturz eines Segelflugzeuges, das in
einiger Entfernung von ihrem Wohnanwesen erst kreisend nach Thermik
suchte, dabei immer weiter nach unten sank und schließlich, bereits
tieffliegend, aus ihrem Blickfeld verschwand. Nachdem für die
Mitteilerin nicht auszuschließen war, dass das Segelflugzeug in einem
nahe gelegenen Wald abgestürzt war, verständigte sie die Polizei.
Es wurden daraufhin umfangreiche Suchmaßnahmen durch die
Einsatzhundertschaft, den Polizeihubschrauber und weitere Streifenwägen
veranlasst, welche ohne Ergebnis verliefen. Eine Radarauswertung durch
die Deutsche Flugsicherung sowie Anfragen bei den in Reichweite
befindlichen Flugplätzen verliefen ebenfalls negativ.
Mit der
51-jährigen Frau wurde nochmals Kontakt aufgenommen, um die genaue Art
des Flugzeuges sowie die Richtung des Absturzes genauer abzuklären.
Während die Dame zu dem vermeintlichen Absturzort, einer nahe gelegenen
Baustelle mit einem Kieshügel deutete, stieg genau hinter diesem Hügel
ein Segelflugzeug in den Himmel auf. Die 51-Jährige konnte den
Segelflieger sofort als das vermisste Flugzeug identifizieren. Bei
genauerem Hinsehen fiel auf, dass es sich um ein ferngesteuertes
Modell-Segelflugzeug handelte. Auf einer Wiese hinter der Baustelle
konnte der „Pilot“ ausfindig gemacht werden, der seinem Hobby mit einem
ca. 3,5 m Spannweite messenden originalgetreuen Nachbau eines
Segelflugzeuges nachging. Er hatte sein Modell bereits vormittags in
Betrieb gehabt, jedoch zwischenzeitlich eine Mittagspause eingelegt,
weshalb er im Verlauf der Suchmaßnahmen nicht entdeckt werden konnte.